Motivation
 

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Vorwort
 
Wer sich im Zusammenhang mit Agility über Motivation äussert, kann sich leicht die Finger dabei verbrennen.
Die bekannte norwegische Hunde-Expertin Turid Rugaas hat sich z.B. verschiedentlich sehr negativ über Agility ausgedrückt, weil viele Hunde bei diesem Sport von ihren Führern regelrecht "überdreht" werden. Sie produzieren fortlaufend Stresshormone, die auf die Dauer schädlich sind. Auch wir kennen einige Fälle, wo Hunde (höchstwahrscheinlich) durch Stress beim Agility so grosse Verhaltensstörungen bekamen, dass sie eingeschläfert werden mussten. Wer einen sehr lebhaften und eifrigen Hund hat (wie z.B. die meisten Border Collies), muss diese Gefahr ernst nehmen. Vielleicht sollte er sich mit Hundemassage auseinandersetzen,  und sich gut überlegen, ob er ihn wirklich noch mehr anfeuern darf.
 
Ja - "anfeuern" !
 
Darum geht es in diesem Kapitel. Wir wenden uns dabei an Hundeführer, deren Hund nur wenig Interesse beim Agility zeigt, vom Parcours "abhaut", viel herumschnüffelt oder sehr langsam ist, und beschreiben einige Methoden oder "Spielchen", um solches Verhalten zu ändern.
Bei einem "trägen" Hund solltest Du aber immer zuerst untersuchen, ob ihm körperlich etwas fehlt, bevor Du mit dem "Anfeuern" beginnst. 
Das kommt öfter vor als Du glaubst, und wir haben es selbst mit fast allen unseren Hunden erlebt ! 
 

Richtet Euch auf !

Um Deinen Hund motivieren zu können, musst Du selbst das Positive in ihm sehen können. Einen langsamen oder uninteressierten Hund zu bestrafen, kann nicht zum Ziele führen. Das Training muss "spannender" oder "angenehmer" werden, und für den Hund "etwas einbringen", das er versteht und in Erinnerung behält. Das muss nicht unbedingt ein Leckerchen sein. Im Gegenteil, Anerkennung oder Spielchen sind oft viel wirksamer. Wenn Dein Hund aber trotz Deiner eigenen Begeisterung dennoch an Agility keinen Geschmack finden sollte - dann soltest Du im Interesse von Euch beiden eine Aktivität suchen, die besser für ihn passt.

Aber vielleicht verlangst Du auch zu viel? Ein gemütlicher Labrador-Retriever ist kein Border Collie und kann nicht wie diese agieren. Vielleicht spürt Dein Hund Deine Enttäuschung und wird dadurch unsicher? Vielleicht solltest Du Dich mit ihm zunächst mal nur auf Präzision konzentrieren - das kann er doch besser als die meisten "Renner" Deiner Vereinskollegen. Vielleicht wird er einmal bekannt dafür sein, dass er immer fehlerfrei geht. Das kann Euch bestärken, selbst wenn Eure Zeiten nie für einen Sieg reichen.

Ja, das Wichtigste ist "positives Training", und das bedeutet auch, dass Du dem Hund Gelegenheit gibst, seine Stärken zu zeigen und Dich daran erfreust, anstatt neidisch auf andere zu schielen, deren Hunde das haben, was Deinem fehlt. Agility ist ein Hobby mit vielen Möglichkeiten, und diese sollten wir mit Zuversicht ergreifen!

Und alle Ihr, mit den kleinen Hunden? Ihr glaubt, dass Euch "niemand ernst nimmt", weil einige im Verein so tun, als ob nur Schäferhunde und Rottweiler "richtige" Hunde wären. Richtet Euch auf! Die kleinen Hunde sind im Kommen im Agility, wo die Parcoure immer mehr Wendigkeit erfordern. Lasst Euch nicht von Leuten beeindrucken, die mit überalterten Vorurteilen herum laufen. Jeder Hund ist ein Geschöpf, das von uns Menschen gleichermassen abhängig ist und die volle Zuneigung und das Vertrauen seines Führers braucht und verdient. Wer sich nicht an diesen Grundsatz hält, sollte seine Finger vom Agility lassen.

Wir müssen uns alle aufrichten - und ganz gleich, welchen Hund wir haben, müssen wir uns gegenseitig respektieren und stützen.

Denn nur mit erhobenem Haupte können wir unseren Hund motivieren !


Motivations-Methoden

1. Zerrspiel

Ein Zerrspiel unmittelbar vor einer Agility-Übung kann von grossem Nutzen sein. Das kann man in vier Phasen machen:

 zeigen

 necken

 ziehen

 gewinnen

Nachdem Du beim Zerrspiel "gewonnen" hast, führst Du mit Deinem Hund eine kurze Agility-Übung durch (gehst z.B. über 2 Hindernisse) und setzt unmittelbar danach das Zerrspiel fort. Und jetzt lässt Du den Hund gewinnen. So lernt er, dass er bei gutem Einsatz zum Erfolg kommt. 

Es war anfangs schwierig, unsere "Penny Lane" für Zerrspiele zu interessieren. Aber sie war sehr begeistert von Tennisbällen. Wir haben daraufhin einen Tennisball in einen billigen Arbeitshandschuh geschoben - und "schwupps" wurde die Sache interessant für sie. Falls Dein Hund keine Zerrspiele liebt, kannst Du eventuell auch Leckerchen in eine alte Socke legen, und es damit versuchen. Natürlich darf der Hund nach der Agility-Übung das Leckerchen oder den Ball aus der Socke "herausarbeiten". Das ist besonders spannend für ihn.


Wir haben Rune Monsen beobachtet, während er mit seinem Groenendal Kasanga spielte, unmittelbar vor dem Start bei einem Turnier.
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