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Agility-Lehrgang für Anfänger 2005 mit Mike & Else aus Norwegen |
"Manchmal kannst Du mit Zwang ein Problem lösen. Aber dadurch schaffst Du Dir mindestens zwei neue!"
Die Praxis
Deine praktische Arbeit mit dem Hund vor, auf und hinter den Hindernissen ist natürlich der wichtigste Teil dieses Lehrganges. Hier sollst Du die Grundlagen des Agility-Handwerkes erlernen. Wir werden täglich zwei Stunden vormittags und 1 Stunde nachmittags trainieren. Dabei werdet Ihr in zwei Gruppen eingeteilt, wobei mal der Mike und mal die Else Euer Trainer sein wird. Wir machen täglich Trainerwechsel zwischen den Gruppen, damit Ihr unsere etwas unterschiedlichen Schwerpunkte und Varianten erlebt. Vielfalt ist nützlich beim Agility.
Alle Bilder auf dieser Seite stammen von unseren früheren Anfänger-Kursen.
Montag:
Tunnel und Stofftunnel (Sacktunnel)
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Am Montag fangen wir nach der Theorie ("Mensch-Hund-Verhältnis") mit dem Tunnel und dem Stofftunnel an. Wenn wir grundsätzliche "Gefahrenquellen" vermeiden, sind diese beiden Hindernisse nicht kritisch. Sie eignen sich auch deshalb gut für den Anfang, weil wir beim Üben mit ihnen viel über das Wesen unseres Hundes erfahren. Kenntnisse darüber sind wichtig für unser Vorgehen an anderen Hindernissen. |
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Wippe
Die Wippe ist das Hindernis, vor dem die Hunde den grössten Respekt haben - und auf dem einiges schief gehen kann. Genau aus diesem Grunde greifen wir die Wippe schon am ersten Tag an. Anfangs müssen wir Dich besonders gründlich einweisen, und Dir viele Hilfestellungen geben. Du sollst nämlich während des Kurses jeden Tag mit Deinem Hund an der Wippe üben, damit Du ganz sicher dabei wirst, und Dich später auch allein richtig an diesem Hindernis verhältst.
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Wenn der Hund sich in der Nähe von vielen Menschen wohlfühlt, können wir ihm auf einfache Weise Sicherheit auf der Wippe geben. Aber nicht alle Hunde sind kontaktfreudig. Mit diesen muss man die Sache ganz anders anpacken. Es gibt viele verschiedene Methoden für das Einlernen der Wippe. Eine davon passt auch für Deinen Hund. Bild: Ein Bichon Frisé bei seinem ersten Versuch. Else (rote Bluse) und unsere Assistentin "sichern" Hund und Wippe, damit die Besitzerin sich voll aufs Führen konzentrieren kann. Ganz typisch am Anfang: Der kleine Hund sucht die Geborgenheit bei den Füssen der Führerin. Aber schon bald wird er selbstsicher geradeaus laufen... |
Dienstag:
A-Wand (auch Schrägwand genannt) und Laufsteg
Wir sind der Meinung, dass man die "schwierigsten" Hindernisse zu Beginn eines Lehrganges anpacken sollte. Wenn man dabei vorsichtig ist und weiss, was man tut, schadet das dem Hund in keiner Weise. Und wir haben dann mehr Zeit, eventuelle Schwächen im Laufe des Seminars zu beseitigen.
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Die A-Wand kann schnell zum Liebling des Hundes werden, aber anfangs tun sich die meisten recht schwer damit. Viele Hunde glauben nämlich, dass sie nicht schwindelfrei sind. Du sollst Deinen Hund einfühlsam vom Gegenteil überzeugen. Und Du wirst sehen: Zum Schluss gelingt Dir das ! Das gibt Dir ein gutes Gefühl... |
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Auch der Laufsteg kann es anfangs in sich haben. Sei froh, wenn Dein Hund etwas skeptisch ist - so wie der Mischling auf diesem Bild. Skepsis gegenüber allem Unbekannten ist normal für Hunde. In der Natur war das ihre Lebensversicherung. Heute braucht er Deine Nähe. Deine Ruhe und Gelassenheit zeigt ihm, wie ungefährlich das ist... |
Am Dienstag also diese beiden Hindernisse und die Wippe. Wollen wir wetten, dass Dein Vierbeiner danach "hundemüde" ist? Nicht etwa, weil er sich körperlich besonders anstrengen musste, sondern weil er viel Neues erlebt hat.
Mittwoch:
Hürde, Slalom und Tisch
Abgesehen davon, dass wir auch wieder an der Wippe trainieren, soll Dein Hund heute seine Nerven schonen. Denn Springen kann er schon, und auch der Slalom und Tisch werden ihn nicht erschrecken. Aber jetzt bist Du an der Reihe, Deinen Hund mitzureissen !
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Er versteht nämlich nicht so ohne weiteres, wo er eigentlich springen soll. Um ihm das zu zeigen, musst Du ganz schön "aus Dir herausgehen". Beim Training mit der Hürde musst Du noch grösseren Einsatz als Dein Hund leisten. Erst viel später wird das anders werden. |
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Auch am Slalom wollen wir Dich in Bewegung sehen. Dieses Hindernis ist Deinem Hund anfangs völlig unbegreiflich. Hier musst Du als guter Lehrmeister mit Deinem Körper seine Sprache sprechen, und das bedeutet Beweglichkeit. Dein Hund wird den Slalom nicht während unseres Seminars erlernen. Ihr müsst zu Hause mit Besenstielen oder Ski-Stäben weiter trainieren. Wir zeigen Euch, wie man dabei zum Erfolg kommt. |
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Nach diesem Einsatz werdet Ihr froh sein, dass das Training am Tisch ruhig und reibungslos verläuft. Aber wir müssen Euch einiges dazu sagen, damit Ihr später keine Schwierigkeiten mit diesem Gerät bekommt. Äusserst wichtig ist z.B. Eure Körperhaltung, die dem Hund leicht völlig falsche Signale geben kann. |
Donnerstag:
Das Training an der Wippe geht weiter. Die ersten Hunde, die schon den richtigen "Kipp-Punkt" der Wippe gefunden haben, werden jetzt die Wippe selbstständig gehen. Aber wir sind einsatzbereit, um ein zu kräftiges Aufknallen auf den Boden abzubremsen.
Reifen
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Auch dieses Hindernis macht vielen anfangs Schwierigkeiten. Zunächst geht es bei den meisten Hunden darum, sie förmlich durch den (niedrigen) Reifen klettern zu lassen. Damit sie erfahren, dass man dort wirklich hindurch kann. Aber oft kann man schon bald den Reifen höher stellen. |
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Weitsprung
Der Weitsprung ist das letzte Hindernis, das noch fehlt.
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Wir gehen dabei ähnlich wie beim Hochsprung (Hürde) vor, müssen aber daran denken, dass der Weitsprung etwas kritischer ist, weil sich der Hund kräftig stossen kann, wenn er "reisst". Deshalb ist es gut, wenn er im Anlauf noch mehr Fahrt als beim Hochsprung hat. |
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Soo eifrig braucht Ihr nicht unbedingt sein |
Wenn wir die Zeit dazu finden, werden wir an diesem Tag auch einfache Kombinationen von Hindernissen überqueren.
Freitag
Am letzten Tag unseres Seminars werden wir mit Euch einzeln noch einmal Hindernisse nach Eurem Vorschlag durchgehen. Die anderen trainieren selbstständig nach eigenem Wunsch. Dass die Wippe dazu gehört, versteht sich...
Ausserdem werden wir Kombinationen von bis zu 6 Hindernissen aufstellen, die Ihr nach unserer Anleitung in verschiedener Reihenfolge durchlaufen werdet. Dabei legen wir Wert darauf, dass Ihr einen Eindruck von der Führungstechnik bekommt, die für Euren Hund passt. Jetzt werdet Ihr verstehen, warum wir schon beim Erlernen der Hindernisse einigen Wert auf Euren Anlauf legten.