Der Inhalt
Wir hatten geplant, am ersten Kurstag nach gegenseitiger Vorstellung und etwas Theorie unsere Teilnehmer an einigen ausgewählten Kombinationen zu beobachten, um ihre Führungstechnik zu beurteilen. Danach wollten wir uns entscheiden, wie und in welcher Reihenfolge wir den vorbereiteten Stoff im Seminar behandeln wollten.
Tägliche Vorbereitung
Es wurde schon bei der Vorstellung klar, dass einige Hunde die meisten Geräte nicht beherrschten, oder bisher so gut wie nicht zusammenhängend über mehrere Hindernisse geführt worden waren. Else begann deshalb mit ihrer Gruppe sogleich mit dem Training an Einzelgeräten samt einer Einführung in Kombinations-Training für Anfänger. Im Laufe des Seminars steigerte sie den Schwierigkeitsgrad, baute Verleitungen ein, legte Wert auf das Training mit Kontaktzonen, vermittelte die Technik des "Vorausschickens" der Hunde sowie des Seitenwechsels. Else musste ihr Programm jeweils am Vortage vorbereiten um es auf den Fortschritt der Teilnehmer ihrer Gruppe abzustimmen.
Grosse Unterschiede
In Mike's Gruppe beherrschten alle Teams die Hindernisse. Einige Teilnehmer hatten nur wenig Erfahrung mit Führungstechnik, während andere ihre Hunde auf ihre Weise sicher dirigierten.
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Sylvia kam dem am nächsten, was wir aus Norwegen gewohnt sind, wo die Hunde so oft wie möglich von hinten geführt werden. |
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Sylvia mit Joy (A1) |
Nachdem wir uns ein gutes Bild von allen Teilnehmern gemacht hatten, wählten wir die unserer vorbereiteten Übungen aus, die den Teams am meisten neue Impulse und Ideen geben konnten.
Wir machten die Führer darauf aufmerksam, wenn Kommandos/Signale zu spät gegeben wurden, oder wenn Tonfall und Körpersprache dem Hund falsche Signale gaben. In vielen Fällen empfahlen wir, den Hund zu "drücken", anstatt zu ziehen. Alle konnten deutlich erkennen, dass das Drücken in einigen Situationen bessere Resultate gibt - auch bei Hunden, die nicht daran gewohnt waren.
Der Tunnel war das Gerät, dem wir neben dem Slalom ganz besondere Aufmerksamkeit schenkten. Uns war aufgefallen, dass nur wenige Führer ihren Hund auf Abstand in den Tunnel schickten, und die Möglichkeit einer guten Positionierung für das nächste Hindernis kaum ausnutzten. Hier war eine Menge zu holen, und wir demonstrierten u.a., wie man den Tunnel auch zum Tempotraining verwenden kann (Jet-Start). Wir erklärten das Training des Slalomeinganges mit Hilfe von sehr kurzen Slaloms (3 Stäbe), sowie die Vorteile von sehr langen Slaoms (20 Stäbe), bei denen die meisten Hunde ab ca der zehnten Stange ihren Rythmus fanden und schneller wurden.
Mit einer besonders "gefährlichen" Kombination (Tarantella 2000) übten wir lange und zeigten, wie man systematisch vorgehen kann, um Verleitungen zu meistern. Auch die Kombination "Argusauge", bei der der Slalom im Mittelpunkt steht, fand viel Beifall. Hier konnten wir sowohl verschiedene Slalom-Eingänge als auch Verleitungen mit variierendem Schwierigkeitsgrad angehen.
Völlig neu war für die meisten Teilnehmer unsere Methode, den Hund daran zu gewöhnen, auf Abstand vom Führer zu arbeiten. Dabei benutzten wir verschiedene "Targets", auf die alle Hunde auf Anhieb gut ansprachen.
Wir gingen auf insgesamt sieben verschiedene Methoden ein, wie man Kontaktfeld-Training durchführen kann. Dabei fanden besonders die "Bügel" über den Kontaktfeldern der A-Wand grossen Anklang.
Auch Else's Einführung in die Theorie und Praxis von Hundemassage und Clickertraining fand viel Interesse.
In der Bewertung des Seminars (siehe "Das Resultat") gaben alle Teilnehmer zum Ausdruck, dass sie viele neue Trainingsmöglichkeiten kennengelernt haben.