Kombinationen
 
  Home   Allgemeines   Motivation   Tunnel   Hürde   Weitsprung   Slalom   Reifen   A-Wand
  

   

 
Training mit Kombinationen macht sehr grossen Spass. Oft ist es schwierig, rechtzeitig Schluss zu machen. Du musst aber immer daran denken, dass Eure Trainingszeiten kurz sein sollen.  

Warum Kombinationen?
Erfahrungsgemäss lernen alle Hunde bei etwas Geduld die einzelnen Hindernisse, und man sieht schnell deutlichen Fortschritt. Unsere Hunde gewinnen an Sicherheit und finden zu ihrer eigenen Technik, wie sie die Geräte am einfachsten bewältigen können. Die Hauptaufgabe des Führers ist es nun, seinen Hund in richtiger Reihenfolge nacheinander und fliessend über mehrere Hindernisse zu dirigieren. Hier liegt die eigentliche Kunst im Agility.

  Früh anfangen
Man sollte deshalb schon frühzeitig damit beginnen, mit seinem Hund an Kombinationen zu trainieren.
Dabei ist es allerdings wichtig, dass der Hund die einzelnen Hindernisse in den Kombinationen gut beherrscht.
 
 
Wir machen Euch einen Vorschlag, wie Ihr Eurem Hund beim Hochsprung das  Reissen abgewöhnen könnt.  
Schwierigkeiten vermeiden
Hat man z. B. Schwierigkeiten mit den Kontaktfeldern der A-Wand, sollte man an diesem Hindernis vorerst lieber einzeln üben, und sich dabei nur auf das konzentrieren, was man verbessern will. Reisst unser Hund oft die Hürden, sind auch diese für uns noch nicht für Kombinationen geeignet.
 
  Warum sollte man z.B. die Kontaktfelder an Einzelgeräten trainieren?
 

Nur  e i n  Lernziel
Man kann einem Hund nicht gleichzeitig mehrere Dinge beibringen. Eine Sache zur Zeit, ist eine Grundregel für's Einlernen. 

Wir bauen also Kombinationen nur mit Hindernissen, die wir als erlernt ansehen.

 
  Du hast beim Training mehr als  genug zu bedenken. Auch für Dich ist es leichter, wenn Du Dich nur auf eine Sache konzentrieren musst. 
 
  Was ist schwierig für unseren Hund?
Die grösste Schwierigkeit besteht für den Hund meist darin, dass er in Kombinationen nun plötzlich nicht mehr nach jedem Hindernis ein Leckerchen bekommt. Das kann ihn zunächst verunsichern ("habe ich etwas falsch gemacht?"). Oft erscheinen uns deshalb seine Leistungen in Kombinationen zu Beginn enttäuschend. 
 

 

 
Am Anfang einfache Übungen!
Wir beginnen z.B. mit einer so einfachen Kombination wie links abgebildet: Drei (niedrige) Hürden in einer geraden Linie in 5 Meter Abständen. Selbst dabei brauchen viele Hunde besondere Hilfe. Du kannst z.B. anfangs neben dem Hund laufen und die Hürden zusammen mit ihm überspringen. Oder Du stellst Dich hinter Hürde Nr. 3 auf, während ein Helfer Deinen Hund vor der ersten Hürde festhält. Dann rufst Du den Hund mit Kommando "Hopp!" zu Dir. Kommandier "Hopp!" vor jedem Sprung, und zwar schon einige Meter bevor der Hund springen soll! Das gleiche gilt auch, wenn Du mit dem Hund zusammen springst.
Du kannst Kombinationen auch "von hinten aufzäumen", so wie wir es im folgenden Beispiel erklären.
   
  Beim Dirigieren des Hundes ist es wichtig, dass Deine Kommandos frühzeitig kommen. Damit sich der Hund auf das nächste Hindernis einstellen und vorbereiten kann. 
 
 

Vier Hindernisse unserer Wahl stellen wir in einer geraden Linie auf. Dass können anfangs ruhig vier gleiche Hindernisse (z.B. Hürden) sein. Wir haben in unserem Beispiel eine Hürde (1), die A-Wand (2), noch eine Hürde (3) und den Tunnel (4) gewählt. 

 
Ein grundsätzliches Beispiel:

 

 

Die Abstände zwischen den Hindernissen sollten etwa 3 - 5 Meter betragen und  ungefähr gleich gross sein. Das letzte Hindernis sollte anfangs ein Gerät sein, dass Dein Hund besonders liebt. 

 
 
 

Am einfachsten ist die Sache, wenn wir den Hund zuerst nur durch den Tunnel (das letzte Hindernis) schicken. Beim nächsten Lauf soll er über die Hürde (3) und durch den Tunnel, danach über die A-Wand (2), Hürde (3) und durch den Tunnel. Ganz zum Schluss nehmen wir die gesamte Kombination, beginnend mit der Hürde (1). 


Die gleiche Kombination als Foto:

 

Bei jedem Hindernis der Kombination soltest Du Deiner Zustimmung Ausdruck geben, wenn er es brauchbar bewältigt. Der grösste Jubel und das Leckerchen kommen sofort nach dem letzten Hindernis.

 

 

Wir "zäumen das Pferd also von hinten auf ".
Bei jedem Durchgang kommt nur am Anfang etwas Neues für den Hund - den Rest kennt er schon. 

 
 

Perfektion erreicht man nicht im Laufe eines Trainings-Abends. Zu oft und zu lange schwächt die Motivation des Hundes.

 
Wenn das einigermassen klappt, 
gib Dich damit zufrieden und mache etwas anderes, das Deinem Hund Spass macht. Schafft Dein Hund diese Übung nicht im Laufe von etwa 5 Minuten, musst Du erst recht etwas anderes mit ihm machen (Einzelgeräte).  Er ist dann einfach  noch nicht reif für eine solche Übung. Um so deutlicher solltest Du Deine Begeisterung dann beim übrigen Training ausdrücken. Du hast keinen Grund, "sauer" zu sein. Dein Hund macht seine Sache so gut wie er kann. Vielleicht solltest Du etwas über die Führungstechnik lesen.
 
Der Weg mit roten Zahlen enthält viele Verleitungen und kann selbst für Teams der Klasse 3 schwierig sein.   
 

 

Der Weg mit schwarzen Zahlen (in Kästchen) eignet sich gut für Teilnehmer der Klasse 1. Hier ist nur eine kleine Schwierigkeit eingebaut: Nach dem Tunnelausgang.   

Für Gruppen mit unterschiedlichen Fertigkeiten: 

Diese Skizze soll zeigen, dass man auch sehr gut mit Teams mit unterschiedlichen Kenntnissen an der gleichen Aufstellung trainieren kann. Man passt die Reihenfolge der Hindernisse den Kenntnissen des jeweiligen Hundes an. So kann man gemeinsam ohne Umbau trainieren. 

 

  Für ganz unerfahrene Teams ist auch der Weg mit den schwarzen Zahlen zu schwierig. Diese können jedoch z. B. nur die Hindernisse 1, 2 und 3 (in Kästchen) oder 4 und 5 als je eine Einheit abgehen.
 
 

Diese besondere Verleitung...
haben wir erstmals bei unserem Lehrgang im Sommer 2002 in Oberammergau vorgestellt. Typisch dabei war, dass nur die Hunde, die am meisten Trainingserfahrung hatten, darauf hereingefallen sind:

Es geht um folgendes:

Die obige Kombination erscheint auf den ersten Blick harmlos: Hürde 1 und 2 sowie die Wippe 3 liegen in einer geraden Linie. Die Verleitung ist die Hürde V. Sie entsteht, wenn der Hund schnell ist und der HF ein aufgeregtes Kommando gibt, um ihn vor der Wippe zu bremsen.
(Alle Hundeführer gingen die Kombination mit dem Hund an ihrer linken Seite, siehe "HF" und Pfeil). 

 
Der Hund will den natürlichen Weg von Hürde 2 zur Wippe nehmen. Das  "warnende" Kommando lässt ihn glauben, dass er im Begriffe ist, einen Fehler zu machen. Deshalb lässt er von der Wippe ab und nimmt die Hürde V. Solange der Hund sich auf der "kritischen Strecke" befindet, dürfen daher keine solchen Beeinflussungen kommen, sondern erst dann, wenn die Hürde V eindeutig passiert ist. Ausserdem sollte man nie mit eifriger Stimme kommandieren, wenn der Hund langsamer laufen soll.


 

 

 

 

 

  Wenn Dein Hund langsamer laufen soll, darfst Du nicht mit eifriger Stimme rufen. 
 
 
 

 

  Laufsteg   Wippe   Tisch   Kontaktfelder   Führen   Kombinationen   Tempo   Turniere   Home