Slalom-Training mit dem Cicker - Teil 3

 

Einführung von "Signalen"

Genau genommen geht Blueberry damit schon einen richtigen Slalom, wenn auch einen sehr kurzen mit nur zwei Pforten. Am 17.10.00 entschliesse ich mich, ein Kommando und Handzeichen für diese Übung einzuführen. In dem Augenblick, wo ich sehe, dass sie den richtigen Eingang wählt, rufe ich "Slalom!" und zeige mit der linken Hand auf das Hindernis. Sobald sie die mittlere Stange richtig umrundet, kommt der Click. Das führe ich, aus wechselnden Positionen, so etwa 50 - 60 Male durch, natürlich mit einigen Pausen. Je sicherer der Hund wird, desto früher gebe ich Kommando und Zeichen. Am 18.10. sind wir so weit, dass ich Kommando und Zeichen schon geben kann, während der Hund noch neben mir ist. Sehr angenehm ist es (und damit hatte ich nicht gerechnet), dass Blueberry nun dieses Startzeichen abwartet, bevor sie startet. 

 

Die vierte Stange

Die Erweiterung unseres Slaloms auf insgesamt vier Stangen (20.10.) macht uns zunächst einige Schwierigkeiten. Das ist auch kein Wunder: Blueberry ist bisher mehrere tausend einzelne Makkaroni's gegangen (die eine Pforte rein, und aus der nächsten heraus). Dass danach nun plötzlich eine zusätzliche Pforte kommen soll, ist völlig unverständlich für sie.

Mit dem linken Bild will ich zeigen, dass Blueberry in gewohnter Weise nach Umrundung der 2. Stange ihre Aufmerksamkeit auf mich richtet. Beim Ausbleiben des Clicks wurde sie völlig ratlos, versuchte alles mögliche, liess jedoch die 4. Stange völlig ausser acht. Nach zwei Trainingsperioden ohne Erfolg, entschloss ich mich am 23.10. dazu, zu "mogeln": Wenn ich mich parallel zu ihr in Bewegung setze (rechtes Bild, die 1. Stange liegt ausserhalb des Bildbereiches), umrundet sie auch die 3. Stange. Ich werde nun einige Tage benötigen, sie schrittweise dazu zu bringen, dass sie  selbstständig die vier Stangen abgeht. 

 

Wir bekamen mit Blueberry Hill Probleme mit Stress beim Clickertraining. Das Problem lag offensichtlich darin, dass Blueberry "verzweifelt" nach einer Lösung suchte, wenn der Click bei "falschen" Makaronie's ausblieb, und sie  bei mir wie gewohnt Hilfe (Zeichen) suchte, die ich ihr aber nicht geben wollte. Das plötzliche Ausbleiben dieser Hilfe verkraftete sie nicht. 

Die Lösung dieser Schwierigkeit war die Einführung eines "target" - eines genau definierten Punktes, den der Hund anstreben soll. Hier seht Ihr ein "kommerzielles" target, das sogenannte "Alley Op!" target. Es funktioniert im Prinzip wie ein Stehaufmännchen, ist ca 30 cm hoch und eignet sich  gut dazu, dass der Hund die Kugel oben angehen und mit der Schnauze berühren soll. Das target ist besonders interessant für den Hund, weil es sich bei Berührung bewegt. Mit dem Clicker geht es sehr schnell, dem Hund beizubringen, dass er die Kugel an der Spitze berühren soll.

 

 Nachdem Blueberry das verstanden hatte, richtete sie ihre Aufmerksamkeit beim Durchlaufen des Slaloms auf das target, und nicht mehr auf mich. Beim Training im Freien geht sie nun sicher durch z.Zt. 9 Slalomstäbe, ohne meine Hilfe zu suchen.

 

Und hier zeigen Else und Blueberry Hill das entgültige Resultat - ohne Clicker (den hat Mike langsam "abgebaut"). Erlernen des Slaloms mit dem Clicker dauert vielleicht länger als andere Methoden. Aber dafür ist der Hund weniger abhängig von Signalen und Körpersprache des Führers. Dies ist das erste Mal, dass Else die Blueberry Hill durch den Slalom schickt - und dennoch klappt es! 

Target

Stick

Kiste

Hochsprung

Slalom

 

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