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Wir
führen
unseren Hund mit Hilfe unserer Bewegungsrichtung,
Körpersprache, Zeichen, Lauten und Kommandos.
Dein Hund wird sich an Deinen Führungsstil
gewöhnen - und das macht Euch zu einem Team. Macht man
einen Führerwechsel, wird der Hund zunächst unsicher und begeht Fehler - selbst wenn der neue Führer sowohl tüchtig als
auch erfahren ist. Aber auf die
Dauer wird eine Führingstechnik, die auf die angeborene
Auffassungsgabe des Hundes abgestimmt ist, besseren
Resultate ergeben.
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Das Schöne mit
Agility ist, dass der Hund nicht irgendein Stück
"Sportausrüstung" ist, das ein jeder
"bedienen" kan, sondern dass hier echte
Teamarbeit geleistet wird.
Wollt Ihr
Freude am Agility haben, muss Eure Kommunikation beidseitig
werden.
Mit der Zeit
lernst Du es, Deinen Hund zu lesen, genau wie
auch er immer versucht, Dein Absichten zu verstehen.
Vielleicht
haben weder Du noch Dein Hund alle Eigenschaften, um
Landesmeister werden zu können. Aber herrliches
Agility könnt Ihr dennoch servieren...
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Wie
Du Dich am besten verständlich machen kannst, ist
von Hund zu Hund verschieden. Aber es ist wichtig, dass Du
ihm nicht Informationen gibst, die er als widersprüchlich
auffasst. Deshalb musst Du Dir einige Grundlagen über die
Kommunikationsform unserer Vierbeiner aneignen. |
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Dein
Hund beobachtet Dich ständig !
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Du solltest immer
davon ausgehen, dass Dein Hund Dich ansieht, ganz gleich, wo
er ist. Hunde haben ein sehr grosses Blickfeld (270 Grad),
und ausserdem können wir auf vielen Fotos und Video-Filmen
sehen,
dass unser Hund ständig blitzschnell in unsere Richtung
schaut. Und
das ist gut so: |
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Ein Hund holt sich seine
Informationen nämlich
hauptsächlich von unserer Körpersprache, und zwar recht
spontan. Er braucht dagegen sehr lange dafür, Kommandos wie z.B. "rechts!",
"links!" oder gar "A-Wand!" verstehen zu lernen. Aber auch
dann werden unsere Bewegungen und Zeichen das Wichtigste für ihn
bleiben, auf das er sehnsüchtig wartet.
Du musst herausfinden, auf welche Zeichen und Signale Dein Hund am besten
reagiert. Das kann bei einigen Hunden verschieden sein. Aber einige
grundsätzliche Tipps können
wir Dir geben.
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Unsere Bewegungsrichtung
beeinflusst den Hund in übergeordneter Weise. Wenn Dein
Hund vor Dir steht und Du rückwärts läufst, wird er Dir
folgen, besonders wenn Du dabei zusätzlich noch Deinen
Oberkörper zurücklehnst.
Beugst Du Dich nach vorn und gehst auf ihn zu, wird er
wahrscheinlich die entgegengesetzte Richtung einschlagen und
sich von Dir entfernen. |
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Die
Führhand:
Wir benutzen den Begriff "Führhand" bei unseren
Lehrgängen und beim Training.
Die Führhand ist die Hand,
die an der gleichen Seite ist, wie unser Hund. Wir benutzen sie
fast immer, wenn der Hund neben uns oder
hinter uns ist. Dagegen können wir
sie nicht gebrauchen, wenn er vor uns
ist.
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Während wir Hindernisse
einlernen, und da besonders Hindernisse mit Kontaktfeldern
(A-Wand, Laufsteg, Wippe), haben wir oft ein Leckerchen
oder ein "Spielzeug" in der "Führhand".
Damit "ziehen" wir den Hund über das Hindernis.
Unser Hund gewöhnt sich daran, dass die "Führhand"
vor oder neben seiner Schnauze ist. Bald wird er auch dann
dieser Hand folgen, wenn sie kein Leckerchen oder
Spielzeug mehr hält. Die "Führhand" gibt ihm
Gewissheit, dass er das Richtige macht...
Der Hundeführer auf diesem Bild macht alles richtig. Er benutzt die Hand, die an der Seite des Hundes
liegt.
Wir können deutlich sehen, dass der Hund dieser Hand folgt. Dies
ist übrigens das erste Mal, dass dieser Hund über den Laufsteg
geht.
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Führhand
neben dem Hund
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Links benutzt unser
Klubkamerad Jan Haukeland die Führhand beim Hochsprung.
Rechts sehen wir Morten Bratlie,
einen der erfahrensten Hundeführer in Norwegen. Hier
sorgt er dafür, dass sein Hund zu ihm an seiner linken Seite
aufläuft. Der Hund hat gerade Hürde (Nr. 16) in unserer
Richtung übersprungen. Das nächste Hindernis liegt in der
Laufrichtung des Hundeführers. Mortens "Führhand"
und Köpersprache gibt dem Hund einen klaren Bescheid, wohin
er laufen soll.
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Führhand
vor dem Hund
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Links ein Anfänger. Wir können
deutlich erkennen, dass der Hund auf die "Führhand"
sieht, obwohl da kein Leckerchen mehr ist. In der Mitte hat Mike
seine Hand nach oben geworfen, um den Hund hoch und über die Hürde
zu "reissen". Rechts wird die "Führhand"
benutzt, um den Hund mit seitlichen Bewegungen durch den Slalom zu
lotsen.
Keine Regel ohne
Ausnahme:
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Alle Hunde
sind verschieden, und manchmal ist es besser, die "falsche"
(entgegengesetzte) Hand zum Führen zu benutzen. Wenn Du
merkst, dass es Deinen Hund immer in Deine Nähe zieht und
dass er zusammen mit Dir am Hindernis vorbei laufen will,
kannst Du versuchen, ihn mit der entgegengesetzten Hand zum
Hindernis zu "pressen". So, wie es hier Mike mit
Laura macht... |
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Die richtungsweisende
Hand
Wenn der Hund mehr als einen Meter vor uns oder weit von uns
entfernt ist, ist der Gebrauch der Führhand nicht zweckmässig,
weil sie hauptsächlich ein direktes Ziel für die Schnauze des
Hundes darstellt, ähnlich einem "Target Stick" beim
Clickertraining.
Es ist viel darüber diskutiert worden, wie
der Hundeführer seine Arme und Körper gebrauchen soll, wenn der
Hund weiter weg ist.
Hier geben wir ein Beispiel :
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Der "Post-turn"
Die rot-gepunktete Linie zeigt
den Weg des Führers. Ob er näher an die Hürde Nr. 3 gehen
muss als bis "A", hängt vom Hund ab (und wie er
trainiert wurde).
Vom Start bis zum Punkt A führen
wir mit der linken Hand. Kurz bevor der Hund die Hürde 3 auf
gleicher Höhe hat, drehen wir uns nach rechts (Post-turn, der
Hund ist jetzt hinter uns), und führen ihn weiter mit links
über die Hürde Nr. 4.
Während wir in Richung
"B" laufen, zeigen wir mit dem rechten Arm auf die
Hürde Nr. 5. Dadurch "drücken" wir ihn vom
Tunneleingang weg ("Richtungsänderung"). Ist der Tunneleingang passiert, schicken wir
den Hund mit unserem linken Arm (Führhand) über Hürde 5. Wir
laufen weiter in Richtung C (was einen Seitenwechsel des Hundes
bedeutet) und führen den Hund mit der rechten Hand (Führhand)
über die Hürde Nr. 6.
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Unser Oberkörper
Die meisten Trainer
sind sich heute darüber einig, dass es beim Dirigieren zum
nächsten Hindernis weniger auf die Richtung unseres Armes
ankommt, sondern dass die Drehung unseres
Oberkörpers als Folge unseres Armgebrauchs wesentlich
ist.
Zeigst Du mit Deinem
ausgestreckten rechten Arm nach links, dreht sich
automatisch auch Dein Oberkörper nach links.
Zeigst Du mit dem selben Arm nach rechts, bleibt Dein
Oberkörper geradeaus gerichtet, oder dreht sich sogar noch ein
bischen nach links!
In letzten Fall gibst Du also zweideutige Signale.
Probier das mal vor
dem Spiegel aus, damit Du Dir diese Tatsache einprägst.
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Beispiel: Hier
übt ein Anfänger an der Hürde, wobei der Hund noch nicht an den
individuellen Führungsstil seines Besitzers gewöhnt ist. Wir
sehen, welche Reaktionen die Körpersprache des Führers beim
Hund hervorruft.
Dieses Team hat am Tage zuvor mit
dem Training an der Hürde begonnen. Links benutzt der Führer
seine linke Hand zum Führen, rechts benutzt er die rechte Hand.
Hier können wir deutlich sehen, dass der Hund links zum Führer
gezogen wird, und dass er rechts vom Führer weg gedrückt wird.
Achte auf die Stellung des Oberkörpers beim Führer.
Ein Hund, der lange mit seinem Führer
trainiert hat, hat sich an dessen Führungstechnik gewöhnt. Wenn
der Führer seine Technik plötzlich ändert, wird der Hund zunächst
einmal unsicher. Deshalb ist es schwierig, erfahrene Führer davon
zu überzeugen, dass ihre Technik nicht im Einklang mit der natürlichen
Auffassung des Hundes ist, und dass Änderungen nach einiger Zeit
zu einem besseren Verständnis führen würden.
Hier geht es zu einem interessanten
Beitrag aus Österreich
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